CLAAS setzt neuen Maßstab in der IT-Architektur

Erfolgreiche globale SAP-Umstellung

CLAAS hat einen wichtigen Schritt in die digitale Zukunft gemacht: In allen Werken weltweit – von Harsewinkel bis in die USA und nach Asien – wurde die zentrale Unternehmenssoftware SAP auf die neueste Version S/4HANA umgestellt. Weltweit arbeiten nun alle Standorte und Unternehmensbereiche auf einer einheitlichen, zukunftsfähigen digitalen Plattform. Dieses neue digitale Rückgrat vereinfacht die Systemlandschaft, ermöglicht die Verarbeitung und Analyse von Daten in Echtzeit und bildet eine ausbaufähige Basis für Innovation und weitere Digitalisierung. Über die Software lassen sich die Prozesse von Produktion, Vertrieb, Kundendienst über Finanzen und Personal bis hin zur Logistik steuern. Das alles geschah bei laufendem Betrieb, ohne dass die Produktion dafür unterbrochen werden musste.  

Ein Meilenstein für die gesamte CLAAS Gruppe
Gut einen Monat nach dem globalen Start des neuen Systems zieht das Unternehmen eine durchweg positive Bilanz. CFO Henner Böttcher: „Den Big-Bang-Ansatz zu wählen – alle Standorte weltweit gleichzeitig auf S/4HANA umzustellen – war eine bewusste Entscheidung. Dass es funktioniert hat, verdanken wir über 1.000 Mitarbeitenden, die Außergewöhnliches geleistet haben – und das auch noch während und zwischen den Feiertagen.” 

Intensive Vorbereitung als Schlüssel zum Erfolg
Die erfolgreiche Migration ist das Ergebnis einer intensiven Vorbereitungsphase, einer globalen Projektorganisation und einer kompromisslosen Fokussierung auf die Systemumstellung. CLAAS verzichtete für die finale Umstellung bewusst auf Prozessveränderungen, um den Start der neuen Lösung nicht zu überladen. Die Dimension der 30-Millionen-Euro-Investition teilt sich zur Hälfte auf in die System-Konvertierung und zur Hälfte auf vorbereitende Projekte wie beispielsweise die Optimierung der Finanzbuchhaltung, die weltweite Harmonisierung der Lagerlogistik und die Modernisierung der Produktionssteuerungssoftware. Die Dimensionen werden durch einige Zahlen verdeutlicht: Über 1.000 Mitarbeitende aus 16 Ländern waren beteiligt, 1,3 Milliarden Buchungsbelege wurden migriert, mehr als 20.000 Testfälle geprüft. 

„Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich nur durch klare Priorität, interne Expertise und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und IT erfolgreich bewältigen”, resümiert CLAAS IT-Chef David Knorr. „Und nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Wir gehen bereits jetzt die nächsten Schritte an. Diese werden von sogenannten ‚digitalen Tandems‘ – bestehend aus IT- und Fachexperten – definiert. Ziel ist es, größere Datenmengen effizienter zu analysieren, globale Prozesse zu optimieren und Entscheidungsgrundlagen zu verbessern.”

Marktstudie belegt: CLAAS gehört zu den Top 8 %
Das Projekt wurde planmäßig und sogar unterhalb des Budgets abgeschlossen – eine Leistung, die in der Branche selten ist. Eine aktuelle Marktstudie der internationalen Managementberatung Hórvath & Partners zeigt: Nur 8 % der Unternehmen gelingt eine S/4HANA-Migration im vorgesehenen Zeitrahmen, während über 60 % mit Budgetüberschreitungen oder Qualitätsproblemen kämpfen. „CLAAS hat bewiesen, dass es auch anders gehen kann”, sagen Klaus Herbermann und Edwin Verkaik als Projektverantwortliche. „Wir haben alle Abteilungen frühzeitig eingebunden, umfassend getestet und als ein Team gearbeitet. So konnten wir Risiken minimieren und den Erfolg sichern.”

Quelle: CLAAS